William Blake

Blake (spr. blehk), William, engl. Maler und Dichter, geb. 1757 zu London, Schüler von Basire, Flaxman und Füßli; starb 13. Aug. 1827. B. war als Zeichner, Maler und Kupferstecher thätig und ein geistreicher Kopf, dabei in Kunst und Leben einer der größten Sonderlinge. Er schwärmte für die Gotik, ließ von Malern nur Raffael, Michelangelo und Dürer gelten und hatte stets Visionen, namentlich von Männern alter Zeiten, auch von Tierseelen (z. B. der eines Flohes), die er abbildete. Zu seinen besten Werken (jetzt sehr selten) zählt man die Radierungen zu Youngs „Night thoughts“ (1797, in Folio) und zu seinen „Songs of innocence and experience“ (1789-94, 2 Bde.); ferner: „Europe, a prophecy“ (1793) und „America, a prophecy“ (1794), besonders aber seine Skizzen zum Buch Hiob (21 radierte Blätter). Seine Gedichte erschienen in neuer Ausgabe 1868 und, herausgegeben von Rossetti, 1874. Vgl. Cunningham, Lives of British painters (1830); Gilchrist, Life of William B. (neue Ausg. 1880, 2 Bde.).

Meyers Konversations-Lexikon. Eine Encyklopädie des allgemeinen Wissens
4. Auflage, 1885-1892

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